| Generika | ||
Was sind Generika?
Ein Arzneimittel mit einem neuen Wirkstoff ist zunächst für eine bestimmte Zeit patentgeschützt.
Nach Ablauf des Patentschutzes besteht auch für andere Hersteller die Möglichkeit, den bisher
geschützten Wirkstoff als Arzneimittel auf dem Markt anzubieten. Diese Präparate werden Generika
genannt.
Jedes Generikum muss den Prozess der Zulassung für ein neues Medikament durchlaufen. Manche
Generika übertreffen sogar das Originalpräparat an Qualität und Wirksamkeit, da bei der
Aufbereitung des Wirkstoffes auf aktuelle Erfahrungen und Erkenntnisse zurückgegriffen werden kann.
Hersteller von Originalpräparaten lassen hingegen aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten das
Arzneimittel oft unverändert.
Sind Generika veraltete Arzneimittel?
Generika kommen üblicherweise zehn Jahre nach der Zulassung des Originalpräparates auf den
Markt, sind deshalb aber keine antiquierten Medikamente. Der Wert eines Arzneimittels für die
Versorgung richtet sich nach seinem therapeutischen Nutzen. Zwei Drittel der chronischen
Volkskrankheiten (z.B. Bluthochdruck, Zuckerkrankheit) können nach dem aktuellen Stand der Medizin
mit Generika behandelt werden.
Warum werden in vielen Fällen Generika den Originalprodukten vorgezogen?
Generika haben gegenüber Original-Arzneimitteln einen erheblichen Preisvorteil. Dieser resultiert aus den geringeren Forschungs- und Entwicklungskosten sowie der Produktion hoher Stückzahlen. Generika leisten unter Sicherung der Qualität und Wirksamkeit des Medikamentes einen wesentlichen Beitrag zur Kosteneffizienz im Gesundheitssystem. Durch den bewussten Einsatz von Generika wird das Gesundheitssystem entlastet, indem Geld gespart wird.
Empfehlung für Privat-Versicherte:
Erkundigen Sie sich doch bei Ihrem nächsten Arztbesuch näher zum Thema Generika. Mit einem kostenbewussten Umgang bei Medikamenten tragen auch Sie zu stabilen Beitragssätzen bei.
