Impfungen |
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Impfungen: Ernsthaften Krankheiten sicher vorbeugenÜber 90 Prozent der Kinder werden in Deutschland geimpft. Zwar zeugt das prinzipiell von einer hohen Bereitschaft zur Impfung, dennoch fällt die Anzahl von Folgeimpfungen bereits beträchtlich ab. |
Und nicht wenige stehen Impfungen allgemein mit einem mulmigen Gefühl und Skepsis gegenüber. Ist es wirklich nötig, sich einer Impfung zu unterziehen und welche Risiken gilt es zu beachten?
Was passiert bei einer Impfung?
Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Methoden, schwere Krankheiten zu vermeiden und deren Verbreitung einzudämmen bzw. komplett auszuschalten. Die internationale Gesundheitspolitik verfolgt das Ziel, Infektionskrankheiten wie Polio und Masern weltweit komplett zu eliminieren. Im Fall von Polio ist das, zumindest in Europa, bereits gelungen.
Durch eine Impfung wird der Körper für den Fall einer Infektion „trainiert“. Die verabreichten Stoffe enthalten Krankheitserreger in Teilen oder abgeschwächter Dosis, sodass Antikörper gebildet werden, ohne dass es zum Ausbruch einer Krankheit kommt. Eine Immunisierung kann dabei entweder auf aktive oder auf passive Weise erfolgen. Aufgabe einer aktiven Immunisierung ist es, auf sukzessive Weise einen lang anhaltenden Schutz aufzubauen.
Hierfür werden in festgelegten Abständen Teilimpfungen verabreicht. In einigen Fällen, ist es allerdings notwendig, dass der Schutz sofort aufgebaut wird. Dann erfolgt eine passive Immunisierung, bei der Konzentrate von Antikörpern gespritzt werden, die von Menschen stammen, die die entsprechende Krankheit bereits überstanden haben. Der Schutz hält allerdings kürzer an, meistens bis zu 3 Monate.
Ist eine Impfung gefährlich?
In Deutschland herrscht keine Impfpflicht, jedoch werden von der Ständigen Impfkommission (STIKO) Empfehlungen ausgesprochen, die internationalen Standards entsprechen.
Das Expertengremium hat seinen Sitz am Robert-Koch-Institut und wägt Risiken und Nutzen von Impfungen gegeneinander ab. 80 Prozent aller Komplikationen sind auf Impfungen zurückzuführen, die (wie Pocken oder Tuberkulose) heute nicht mehr empfohlen werden. Daher kommen Komplikationen nur noch äußerst selten vor. Auch Spuren von Hühnereiweiß sind kaum noch in Impfstoffen vorzufinden, selbst Menschen mit einer Allergie zeigen gewöhnlich keine schwerwiegenden Reaktionen mehr.
Dennoch sollte der Arzt zur Sicherheit über eine Hühnereiweiß-Allergie in Kenntnis gesetzt werden. Bei zwei bis 20 Prozent aller Geimpften kann es zu Schwellungen und Rötungen kommen. Sie sind ungefährlich und klingen nach einigen Tagen wieder ab. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall und Übelkeit treten bei etwa einem Prozent der Patienten auf und sind ebenfalls unbedenkliche Begleiterscheinungen, die nach ein bis zwei Tagen von selbst abklingen.
Welche Impfung wird wann empfohlen?
- Impfempfehlungen werden für Kinder zwischen 0 und 12 Jahren, Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren und Erwachsene ausgesprochen.
- Gleichfalls werden Impfempfehlungen entsprechend verschiedener Regionen ausgesprochen.
- Lesen Sie in unserem Bereich Download Impfungen, ob Sie bereits über optimalen Schutz verfügen, und erfahren Sie, welche Impfungen Sie vor Ihrer nächsten Reise benötigen.
Bei weiteren Fragen steht Ihnen Ihr Versicherer kompetent zur Verfügung.