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Fortpflanzung

 

Mann und Frau

cb_fortpflanzung

Kaum ein anderes Organsystem hebt den visuellen Unterschied zwischen Mann und Frau so deutlich hervor wie die Fortpflanzungs- oder Geschlechtsorgane. Selbst wenn äußere Merkmale wie Haare, Körperform oder Bekleidung in die Irre führen, genügt meist schon ein intensiverer Blick auf ein Gegenüber, um es eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen, Lust oder Unlust zu schaffen und beim Betrachter entsprechende Reaktionen hervorzurufen.

Funktion

Dabei ist die eigentliche Funktion der Geschlechtsorgane ebenso simpel wie natürlich und für das Leben unverzichtbar. Geschlechtsorgane dienen allen Aspekten der Fortpflanzung. Dazu gehören neben der Zeugung, der Befruchtung und der Geburt natürlich auch der Sex, die Erzeugung und das Ausleben von Lust und selbstverständlich der Zeugungsakt.


 

Bitte wählen Sie: 

 

Einteilung der Geschlechtsmerkmale

Befruchtung, Schwangerschaft und Geburt

 

 

Einteilung der Geschlechtsmerkmale

Wie bereits angedeutet, lassen sich die Fortpflanzungsorgane in männliche und weibliche Geschlechtsorgane unterscheiden. Daneben hat sich auf der Basis verschiedener Sichtweisen eine Unterteilung nach primären, sekundären oder gar tertiären Geschlechtsmerkmalen durchgesetzt.


  • Primäre Geschlechtsmerkmale

Unter primären Geschlechtsmerkmalen versteht man angeborene Unterscheidungsmerkmale von Männern und Frauen, die unmittelbar dem Geschlechtsverkehr, der Befruchtung oder der Austragung eines Kindes dienen und vom Körper selbständig entwickelt werden. Bei Mann und Frau lassen sie sich weiterhin in innere und äußere Organe gliedern. Zu den primären Geschlechtsmerkmalen gehören beispielsweise der Penis, die Eierstöcke oder die weibliche Brust. Neben den eigentlichen Organen werden von einigen Autoren auch die Geschlechtschromosomen und die Geschlechtshormone zu den primären Merkmalen gezählt.

  • Sekundäre Geschlechtsmerkmale

Unter sekundären Geschlechtsmerkmalen versteht man angeborene Unterscheidungsmerkmale, die nicht unmittelbar dem Geschlechtsverkehr, der Befruchtung oder der Austragung eines Kindes dienen. Ihre Entwicklung wird durch hormonelle Wirkungen der Keimdrüsen ausgelöst. Typische Beispiele sind Haarwuchs, Stimmlage oder Körperform. Es handelt sich also um körperliche Merkmale, die sich während der Pubertät entwickeln und den Beginn der Fortpflanzungsfähigkeit im Leben eines Erwachsenen anzeigen. Sie lassen sich aber begrenzt durch medizinische Eingriffe (z.B. Hormonzufuhr) verändern.

  • Tertiäre Geschlechtsmerkmale

Unter tertiären Geschlechtsmerkmalen schließlich versteht man erworbene (nicht angeborene) oder kulturell vermittelte Unterscheidungsmerkmale von Männern und Frauen wie Beispielsweise die Frisur oder die Kleidung, die zusätzlich zu den primären und sekundären Merkmalen zur Kennzeichnung der Geschlechter dienen.Tertiäre Merkmale sind somit gesellschaftliche Verbindlichkeiten oder Modeerscheinungen der jeweiligen Gesellschaft. Sie drücken die Erwartung aus, die man bezüglich der biologischen und sozialen Rolle der beiden Geschlechter hegt. In westlichen Gesellschaften beginnen sich die Unterschiede zu verwischen. Typische Beispiele sind die blaue oder rosa Babykleidung in Deutschland, der Tschador oder die Barttracht in islamischen Ländern, Röcke, Hosen, Frisuren oder Schmuck in beinahe allen Kulturen. Selbstverständlich gehören auch unterschiedliche Verhaltensweisen zu den tertiären Merkmalen.

 

 

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Befruchtung, Schwangerschaft und Geburt

 

Sie sind schwanger!

Eine aufregende Zeit beginnt für Sie. Häufig wissen aber Frauen zu wenig darüber, was während dieser Zeit in ihrem eigenen Körper abläuft. Wir haben für Sie die wichtigsten Stationen von der Befruchtung einer Eizelle bis hin zur Geburt zusammen gestellt.

Phasen

Es wird zwischen drei verschiedenen Schwangerschaftsphasen unterschieden:

  • Dem Keimstadium (2.-4. Schwangerschaftswoche)
  • Der Embryonalphase (4.-12. Schwangerschaftswoche)
  • und der Fetalphase (13-40. Schwangerschaftswoche).

 

Die Schwangerschaft

Eine gesunde und statistisch normale Schwangerschaft dauert 281 Tage. Sie beginnt mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung und endet mit der Geburt. Der Arzt und die Patientin rechnen diesen Zeitraum in Schwangerschaftswochen, abgekürzt in SSW. Um alle Risiken zu vermeiden, sollten Sie in dieser Zeit alle angebotenen Kontrolluntersuchungen wahrnehmen. So können Sie sicher sein, dass Sie nicht nur gut beraten werden, sondern dass bei der Kindesentwicklung alles in Ordnung ist.


Die Geburt

Die sicheren Zeichen einer anstehenden Geburt sind jeder Schwangeren bekannt: Regelmäßige Wehen in kurzen Abständen, der Abgang von Fruchtwasser und Blutungen. Trotz sicherer Zeichen ist es oftmals schwierig, den Geburtsbeginn zu erkennen. Während der letzten drei Schwangerschaftsmonate beginnt die Gebärmutter, sich mit Kontraktionen auf die Geburt vorzubereiten. Diese sogenannten Braxton-Hicks-Kontraktionen können fälschlicherweise für den Geburtsbeginn gehalten werden. Werden die Kontraktionen allerdings zunehmend schmerzhafter und regelmäßiger und treten sie in kürzeren Abständen auf, ist davon auszugehen, dass es sich um sichere Zeichen handelt und die Geburt begonnen hat.

Die Entbindung kann in drei Zeitabschnitte eingeteilt werden:

  • Eröffnungsphase
  • Austreibungsphase
  • und Nachgeburtsphase.

Die Eröffnungsphase

Die Eröffnungsphase beginnt damit, dass die Wehen anfangen und das Fruchtwasser abgeht. Der Kopf des Kindes (oder manchmal das Becken) dreht und drängt zum Muttermund, der sich unter diesem Druck zu weiten beginnt. Am Ende ist der Eröffnungsphase ist er maximal geweitet. Die Dauer der Eröffnungsphase ist individuell verschieden und hängt von vielen Faktoren ab. Den größten Einfluss hat sicherlich die Geburtserfahrung der Frau. Erstgebärende gebären in der Regel länger und schwieriger. Als Durchschnitt für die Eröffnungsphase werden 15 - 20 Stunden genannt.

Die Austreibungsphase

Die Austreibungsphase beginnt, wenn der Muttermund voll geöffnet ist. Das Kind tritt durch den Geburtskanal. In dieser Phase kann die Mutter aktiv mithelfen, den Gebärvorgang zu erleichtern. Auch die Dauer der Austreibungsphase ist unterschiedlich lang. Durchschnittswerte pendeln zwischen einigen Minuten und mehreren Stunden.

Die Nachgeburtsphase

In der Nachgeburtsphase wird die Plazenta als Nachgeburt abgestoßen. Sie dauert bis zur vollständigen Abstoßung etwa 15 Minuten, kann sich aber schon einmal bis über eine Stunde hinziehen. 

Ist die Geburt vollendet, nehmen Kind und Eltern zunächst Kontakt auf. Nach einer Weile wird die Nabelschnur durchtrennt. Jetzt lebt das Kind alleine. Ein neuer Mensch ist geboren. 

 

 

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