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Verdauungssystem

 

Das Verdauungssystem

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Kalorien für den Körper

Auch wenn wir nichts tun und uns nicht bewegen, benötigt unser Körper täglich zwischen 800 und 1000 Kalorien, um den Stoffwechsel für die körperlichen Grundfunktionen aufrecht erhalten zu können.


Voraussetzungen

Essen und Trinken sind also wesentliche Voraussetzungen dafür, dass wir am Leben bleiben und unsere Leistungsfähigkeit erhalten.


Der Verdauungsvorgang

Der Mensch ist auf ständige Zufuhr des Energierohstoffes Nahrung angewiesen. Um aus Nahrungsmitteln Energie zu gewinnen, muss die Nahrung zum einen mechanisch zerkleinert und zum anderen durch Einwirkung von Verdauungsenzymen chemisch zerlegt werden.
Erst die nach Abschluss dieser Verdauungsprozesse vorliegenden Nährstoffmoleküle können die Wand der Schleimhäute des Verdauungstraktes passieren und über kleine Blut- und Lymphgefäße in den Blutkreislauf gelangen. Mit dem Blut gelangen diese aufgenommenen Nährstoffmoleküle dann zu allen Zellen und können dort zur Energiegewinnung herangezogen werden.

Bitte wählen Sie:

 

Zähne
Mundhöhle und Speiseröhre
Magen
Darm 
Leber und Galle
Bauchspeicheldrüse
Hätten Sie gedacht...
 

 

Zähne

"Haben Sie schöne Zähne!" - Wer von uns hört dieses Kompliment nicht gerne! Daran wird deutlich, dass unsere Zähne weit mehr sind, als nur ein Kauorgan. Gepflegte Zähne stehen auch in hohem Maße für Attraktivität, Vitalität und Erfolg. Wahrscheinlich sind die Zähne auch deshalb von so großer Bedeutung, weil sie das Tor zum Körper bilden und in enger Verbindung zum gesamten Organismus stehen.

Die Hauptaufgabe der Zähne ist das Erfassen und Zerkleinern der Nahrung. Durch intensives Kauen wird die Nahrung bereits im Mund vorverdaut und für den weiteren Verdauungsvorgang aufbereitet.

 

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Mundhöhle und Speiseröhre

In der Mundhöhle erfolgt die mechanische Zerkleinerung der Nahrung durch den Kauvorgang und ihre Verflüssigung mit Hilfe des Speichels. Während des Kauvorganges beginnt auch schon die chemische Aufspaltung von Stärke.

Der im Mund entstandene Nahrungsbrei gelangt über den Schluckvorgang in den Rachen und weiter in die ca. 25 cm lange Speiseröhre, die hinter der Luftröhre und dem Herzen vorbei durch eine Öffnung des Zwerchfells in die Bauchhöhle zum Magen führt.

Die Speiseröhre ist ein muskulärer Schlauch, der den Nahrungsbrei aktiv, d.h. durch Muskelkontraktionen transportiert. Diese Konstruktion ermöglicht uns, Nahrung auch auf dem Kopf stehend zu uns zu nehmen.

 

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Magen

Im Magen wird die Nahrung weiter verflüssigt. Der vom Magen sezernierte Magensaft enthält Enzyme und Salzsäure. Hier beginnt die Verdauung, d.h. die Zersetzung von Eiweiß. Die Salzsäure dient zusätzlich der Abtötung von mit der Nahrung aufgenommenen Keimen. Die durchschnittliche Tagesproduktion an Magensaft beträgt ca. 1 bis 2 Liter.

Der Magen liegt im linken Oberbauch direkt unter dem Zwerchfell. Er ist mit einer Magenschleimhaut ausgekleidet, die viele Falten aufweist, die in Längsrichtung zum Magenausgang führen.

Der Magenpförtner (Pylorus) bildet den Magenverschluß zum Dünndarm in Form eines dicken Ringmuskels. Er entläßt den Mageninhalt portionsweise in den anschließenden Zwölffingerdarm.

Der Magen hat beim Erwachsenen ein Fassungsvermögen von 1600 bis 2400 ml. Die durchschnittliche Verweildauer der Speisen im Magen beträgt 2 bis 4 Stunden. Kohlenhydratreiche Nahrung verläßt den Magen früher als eiweißreiche Nahrung. Fetthaltige Kost liegt am längsten im Magen.

 

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Darm

Es wird zwischen Dünndarm und Dickdarm unterschieden.  

  • Dünndarm

Im Dünndarm erfolgt die weitere enzymatische Aufspaltung der Nahrungsbestandteile und ihre Resorption in die Blut- und Lymphgefäße. Die zur enzymatischen Aufspaltung insbesondere der Fette und Eiweiße notwendigen Enzyme werden jedoch nicht in der Schleimhaut des Dünndarms gebildet, sondern stammen überwiegend aus der Bauchspeicheldrüse.

Der Gang über den die Bauchspeicheldrüsenenzyme transportiert werden, mündet zusammen mit dem Gallengang in den als Zwölffingerdarm (Duodenum) bezeichneten Teil des Dünndarms. Auch die Gallenflüssigkeit hat verdauungsfördernde Funktionen.

  • Dickdarm

Der Dickdarm bildet den letzten Abschnitt des Verdauungstraktes. Es umgibt das Dünndarmpaket girlandenförmig und endet mit dem After. Im Dickdarm werden die im Verdauungstrakt verbliebenen unverdaulichen Nahrungsreste durch Wasserentzug eingedickt und anschließend als Kot ausgeschieden. Der Dickdarm wird von zahlreichen Bakterien besiedelt, die zusammenfassend als Darmflora bezeichnet werden. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Verdauung, da sie die für den menschlichen Organismus unverdaulichen Nahrungsbestandteile wie beispielsweise Zellulose zersetzen können.

Eine Störung der Darmflora, wie sie beispielsweise nach unnötiger oder unkontrollierter Einnahme von Antibiotika vorkommt, macht krank. 

 

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Leber und Galle

Die im Umriss dreieckige, etwa 1,5 kg schwere Leber liegt im rechten Oberbauch unterhalb des Zwerchfells. Sie stellt die größte Anhangsdrüse des Darmes dar, und hat folgende Aufgaben:

  • Drüsenfunktion:
    Bildung von ca. 1 Liter Gallenflüssigkeit täglich für die Fettverdauung.

  • Stoffwechselfunktion:
    Aufbau, Speicherung und Abbau von Glykogen, Abbau von körpereigenem Eiweiß, Aufbau von Fettverbindungen, Abbau von Eiweiß zu Harnstoff, Abbau von Nukleinsäuren zu Harnsäure, Entgiftung z. B. für Alkohol und viele Medikamente

  • Funktion für das Blut:
    Blutabbau, Eisenspeicherung, Bildung von Gerinnungsfaktoren

  • Gallengänge und Gallenblase
    Die von der Leber ständig produzierte Galle gelangt über den Leber- und Gallenblasengang in den Dünndarm. Über den Gallenblasengang gelangt die Galle in die Gallenblase, die unter der Leber liegt. Dort wird sie gesammelt und eingedickt.

Fettreiche Nahrung kann eine Kontraktion der Gallenblase auslösen, wodurch die Gallenflüssigkeit in den Zwölffingerdarm gepreßt wird.

 

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Bauchspeicheldrüse

Die etwa 70 - 90 g schwere Bauchspeicheldrüse erstreckt sich an der hinteren Bauchwand in einer Länge von 15 - 20 cm quer zum Zwölffingerdarm (Duodenum) bis zur Milz. Aufgaben der Bauchspeicheldrüse

Verdauungsfunktion:
Die Bauchspeicheldrüse bildet täglich 1 - 1,5 Liter Bauchspeichelflüssigkeit mit wichtigen Enzymen für die Verdauung im Dünndarm. Die Enzyme werden im exokrinen Drüsenteil produziert und dem Zwölffingerdarm über den Bauchspeicheldrüsengang zugeführt.

Hormonbildung:
In das Grundgewebe der Bauchspeicheldrüse sind Gewebegruppen inselartig eingestreut, die Langerhans'schen Inseln. In ihnen werden die Hormone Insulin und Glukagon gebildet, die den Blutzuckerspiegel regulieren, indem sie u.a. die Leber anregen Kohlenhydrate (Glykogen) auf- oder abzubauen.

 

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Hätten Sie gedacht...

Darmgase sind oft ein peinliches Malheur. Daher ein paar Zahlen, die Ihnen über peinliche Situationen hinweg helfen können: Jeder Erwachsene gibt, eine durchschnittliche, gesunde Ernährung vorausgesetzt, jeden Tag 600 ml Darmgase frei. Davon sind 99% geruchslos und 1% unangenehm riechend. Geruchsstarke Gase sind Methylwasserstoff oder Schwefelwasserstoff.

 

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