Reise und Gesundheit |
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Gesund auf ReiseWir möchten, dass Sie Ihren Urlaub unbeschwert genießen können. Doch welche Medikamente gehören in die Reiseapotheke? Welche Impfungen werden in den verschiedenen Ländern benötigt? |
Und welche Vorsichtsmaßnahmen sollten Diabetiker und Senioren treffen? Antworten finden Sie hier in unserem Ratgeberbereich Gesundheit.
Reiseimpfschutz
Die richtigen Impfungen können Leben retten. Lassen Sie sich vor Reiseantritt im Voraus beraten, welche Impfungen in welchen Ländern empfehlenswert sind, insbesondere wenn Kinder mitreisen. Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Impfungen.
- Tetanus: Typische Beschwerden sind Bakterieninfektionen mit schmerzhaften Muskelkrämpfen und Atemlähmung. Die Impfung ist für alle Länder erforderlich und sollte auch bei Kindern vorgenommen werden. Für Schwangere ist die Impfung unbedenklich. Eine Auffrischung der Impfung sollte alle 10 Jahre stattfinden.
- Diphtherie: Typische Beschwerden sind Bakterieninfektionen. Ein Befall von Herz, Nieren und Gefäßen ist möglich. Die Impfung ist für alle Länder erforderlich und sollte auch bei Kindern vorgenommen werden. Für Schwangere ist die Impfung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel unbedenklich. Eine Auffrischung der Impfung sollte alle 10 Jahre stattfinden.
- Hepatitis A: Gelbsucht durch Virusinfekt der Leber, beginnt mit Grippegefühl, Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Die Impfung ist in Südosteuropa, Asien, Afrika, Mittel -und Südamerika erforderlich. Für Kinder ist die Impfung ab dem ersten Lebensjahr empfehlenswert. Bei Schwangeren ist eine Impfung gegen Hepatitis A umstritten. Es müssen zwei Impfungen im Abstand von 6 bis 12 Monaten durchgeführt werden und eine Auffrischung alle 10 Jahre.
- Hepatitis B: Bei Hepatitis B entsteht eine Gelbsucht durch Virusinfekt der Leber. Erforderlich ist die Impfung in Afrika, Asien, Mittel-und Südamerika. Für Kinder wird die Impfung empfohlen. Bei Schwangeren ist eine Impfung gegen Hepatitis B umstritten. Zur Grundimmunisierung müssen drei Impfungen durchgeführt werden; eine Auffrischung soll alle 10 Jahre stattfinden.
Weitere Informationen über notwendige Impfungen erhalten Sie beim Robert-Koch-Institut.
Ihre Reiseapotheke
Flugangst, Sonnenbrand, empfindlicher Magen?
Sorgen Sie vor, damit Sie die schönsten Tage im Jahr genießen können. Wir geben Ihnen einen Überblick darüber, was in Ihrer Reiseapotheke nicht fehlen darf.
Grundausrüstung
- Pflaster
- Taschentücher
- Fieberthermometer
- Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor
Wundversorgung
- Verbandpäckchen
- Binden
- Wunddesinfektionsmittel
- Schere und Pinzette
Äußerliche Anwendung
- abschwellende, kühlende Salben oder Gels
- Mittel gegen Allergien
- Insektenabwehrende Mittel
Innerliche Anwendung
- Medikamente gegen Reisekrankheit
- Medikamente gegen Durchfall, aber auch gegen Verstopfung
- Elektrolytlösungen
- Schmerz- und fiebersenkende Mittel
- Medikamente gegen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen
- Einmalspritzen und Kanülen (besonders für Reisen in Länder der Dritten Welt)
Reisen und Diabetiker
Der Urlaub stellt an einen Diabetiker andere Anforderungen als an das Leben zu Hause. Mit unseren Tipps können Sie Ihren Urlaub unbeschwert genießen.
Allgemeine Informationen
- Essen: Andere Länder, anderes Essen. Bei ungewohntem Essen empfehlen sich häufigere Blutzuckermessungen.
- Bewegung: Beachten Sie, dass eine Veränderung Ihrer Bewegungsgewohnheiten Blutzuckerschwankungen hervorrufen kann.
Reiseapotheke
- Medikamente: Nehmen Sie ausreichend Insulin, Pens, Pumpenzubehör und blutzuckersenkende Tabletten mit auf die Reise.
- Diabetikerausweis: Ein Diabetikerausweis kann Leben retten. Ihm ist zu entnehmen, dass der Inhaber an Diabetes erkrankt ist. Eine Vorlage des Diabetikerausweises können Sie sich hier herunterladen.
Klima und Zeitverschiebungen
- Zeitzonen: Bei Flugreisen sind Zeitverschiebungen zu berücksichtigen. Wenn Sie der Sonne entgegenfliegen (von Westen nach Osten) wird der Tag kürzer und Sie benötigen weniger Insulin oder einen Snack. Bei einer Reise von der Sonne weg (von Osten nach Westen) wird der Tag länger und Sie benötigen vielleicht eine Extradosis schnellwirksames Insulin.
- Wetter: Bei intensiver Sonneinwirkung auf frischen Injektionsstellen sollten Sie vorsichtig sein. Denn dies kann zu einer Beschleunigung der Insulinwirkung und damit möglicherweise zu Unterzuckerungen führen.
Reisetipps für Schwangere
Reisen sind während einer normalen und ohne Komplikationen verlaufenden Schwangerschaft ohne Problem möglich. Einige Tipps und Informationen sollten Sie während Ihrer Reise dennoch beherzigen.
Allgemeine Informationen
- Ärztlicher Rat: Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt beraten. Bei Problemen und Komplikationen sollten Sie zu Ihrem Wohl und zum Wohl des Kindes auf eine Reise verzichten.
- Komplikationen: Bei drohender Fehlgeburt (Blutungen), anderen Störungen der Schwangerschaft (Blutdruckkrisen u.ä.), vorzeitiger Öffnung des Gebärmutterhalses (Zervixinsuffizienz), Blutarmut (Anämie) oder Komplikationen bei früheren Schwangerschaften sollten Sie auf eine Urlaubsreise verzichten.
- Schwangerschaftsdrittel: Das Reisen im ersten Schwangerschaftsdrittel ist als bedenklich anzusehen, da in dieser Phase die Gefahr von Blutungen oder einer Fehlgeburt sehr hoch ist. Die beste Reisezeit liegt zwischen dem vierten und sechsten Monat, also im zweiten Schwangerschaftsdrittel. Die turbulente Zeit der hormonellen Umstellung für den Körper ist überstanden. In den letzten acht Wochen vor der Entbindung sollte man mit Reisen zurückhaltend sein.
- Reiseapotheke
- Medikamente: Schwangere müssen bei der Einnahme von Medikamenten vorsichtig sein. In der Reiseapotheke einer Schwangeren sollte jedoch Magnesium als Prophylaxe gegen Wadenkrämpfe, Magensäurebinder für den Fall von Sodbrennen, Fiebersenkende Medikamente, z.B. Paracetamol, Eisenpräparate bei Einsenmangel und Folsäure nicht fehlen.
Klima und Zeitverschiebung
- Wetter: Reiseziele mit extremem Klimawechsel und hoher Luftfeuchtigkeit können den Organismus einer Schwangeren sehr belasten. Das gilt vor allem dann, wenn Sie nicht sehr viel Erfahrung mit Fernreisen haben.
Reisen und Kinder
Reisen mit Kindern bedürfen einer gründlicheren Vorbereitung als wenn man alleine oder zu zweit reist. Wir geben Ihnen Informationen und Tipps an die Hand wie der Urlaub für die ganze Familie ein schönes Erlebnis wird.
Allgemeine Informationen
- Reisemittel: Je nachdem wie Sie verreisen, mit dem Auto, der Bahn oder per Flugzeug sind unterschiedliche Reisevorbereitungen zu treffen. Informationen erhalten Sie in unserem Download.
- Reisegepäck: Wer mit Kindern verreist, hat doppelt soviel Gepäck. Kinderwagen, Schmusetier und Windeln – alles muss mit. Machen Sie sich eine Liste, damit Sie nichts vergessen.
- Reiseapotheke und Reisekrankheiten: Eine Grundausrüstung an Medikamenten sollten Sie auf Reisen immer einpacken. Bei Reisen mit Kindern sollten Sie zusätzlich noch mit Ihrem Kinderarzt absprechen, was in Ihre Reiseapotheke gehört. Auch im Urlaub kann Ihr Kind krank werden. Mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke können Sie vielen Krankheiten entgegensteuern. Nehmen Sie zusätzlich die Telefonnummer ihres Kinderarztes mit und erkundigen Sie sich im Vorfeld über die ärztliche Versorgung am Urlaubsort. Informationen und Tipps zu häufigen Erkrankungen in Urlaubsländern erfahren Sie in unserem Download Reisekrankheiten.
- Achtung: Vergessen Sie nicht den Impfpass mitzunehmen!
Klima und Zeitverschiebung
- Reiseziele: Für kleinere Kinder sind Fernreisen nicht geeignet, da der lange Flug belastend sein kann und die medizinische Versorgung in vielen Entwicklungsländern weit unter dem europäischen Standard liegt. Viele tropische Urlaubsziele können für Kleinkinder unter einem Jahr schon deshalb ausgeschlossen werden, da für einige Länder eine Impfung erforderlich ist, die aber in diesem Alter noch nicht verabreicht werden darf.
- Weitere Tipps: Wir geben Ihnen weitere Ratschläge an die Hand, die Sie im Urlaub mit Kindern beherzigen sollten. Reisen mit Kindern
Reisen und Senioren
Endlich haben Sie den wohlverdienten Ruhestand erreicht und können in Ihrer freien Zeit nach Herzenslust verreisen. Wir geben Ihnen einen Überblick, wie Sie Ihren Urlaub unbeschwert genießen können.
Allgemeine Informationen
- Reisemittel und Reiseziele: Wenn Sie gesundheitlich fit sind, können Sie jedes Reiseabenteuer wagen. Bedenken Sie jedoch bei Reisen in ferne Länder, dass das Klima und die medizinische Versorgung eine andere ist. Zudem strengen lange Autofahrten und Flugreisen den Körper an. In jedem Fall empfiehlt sich eine Rücksprache mit Ihrem Arzt.
- Getränke und Ernährung: Trinken Sie regelmäßig und in ausreichenden Mengen Wasser. Vor allem bei heißen Temperaturen sollten Sie bis zu 4 Liter pro Tag trinken. Zudem sollten Sie sich so gesund wie möglich ernähren – und so wie Sie es gewohnt sind.
Reiseapotheke
- Medikamente: Bei Senioren ab 65 Jahren ist darauf zu achten, dass alle Medikamente, die im Urlaub benötigt werden könnten, schon aus Deutschland mitgenommen werden. Wenn Sie Medikamente im Ausland kaufen sind sie zwar billiger, aber in einigen Ländern ist Vorsicht geboten, da die wichtigen Substanzen nicht immer in den angebotenen Medikamenten enthalten sind.
Weitere Tipps
- Überwintern im Süden: Sie haben die Zeit und können sich es finanziell leisten dem nassen und kalten Deutschland zu entfliehen? Dann überwintern Sie doch im Süden. In den letzten Jahren ist das Angebot an Überwinterungsangeboten gestiegen. Allerdings sollte ein längerer Auslandsaufenthalt gut vorbereitet sein. Zunächst sollten Sie den folgenden Check machen:
Sind Sie der Typ für einen Langzeiturlaub?
- Packt Sie nicht schnell das Heimweh?
- Können Sie sich einen Langzeiturlaub finanziell leisten?
- Sind Sie offen genug um sich auf eine andere Kultur einzustellen? Sind Sie gesundheitlich dem Klima gewachsen?
- Haben Sie eine Vertrauensperson, die sich während Ihrer Abwesenheit um Ihre Wohnung und ggfs. Haustiere kümmern kann?
- Wenn Sie diese Fragen mit „Ja“ beantworten können, haben wir weitere Tipps und Informationen, die Sie für den Langzeiturlaub benötigen: Download Überwintern.
Sie planen Ihren nächsten Urlaub und Ihnen liegt noch eine Frage zu Ihrem Krankenversicherungsschutz auf dem Herzen? Wenden Sie sich an uns!
